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KI-News·13. September 2026·6 Min Read

KI-Beratung München und Bayern: Welche Förderung gibt es 2026?

KI-Beratung München und Bayern: Welche Förderung gibt es 2026?

Kurz zusammengefasst

  • Digitalbonus Bayern: offen bis 31.12.2027, aber nur für kleine Unternehmen unter 50 Mitarbeitenden.
  • Zuschuss 7.500 Euro (Standard) bis 30.000 Euro (Plus), je bis zu 50 Prozent der Kosten.
  • BAFA-Beratungsförderung bundesweit: in Bayern 50 Prozent, maximal 1.750 Euro.
  • Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg und Zentrum Franken bieten kostenlose KI-Erstberatung, auch in München.

Kurz gesagt: Ja, der Digitalbonus Bayern existiert 2026 weiterhin. Nach Angaben des Freistaats läuft das Programm bis zum 31. Dezember 2027, allerdings nur für kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden. Der Zuschuss reicht von 7.500 Euro (Digitalbonus Standard) bis 30.000 Euro (Digitalbonus Plus, unter anderem für KI-Vorhaben), jeweils bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Wer als mittleres Unternehmen herausfällt oder reine Beratungsleistung sucht, findet in der bundesweiten BAFA-Förderung (in Bayern 50 Prozent, maximal 1.750 Euro) und in den kostenlosen Mittelstand-Digital-Zentren in Augsburg und Franken die passenderen Anlaufstellen, auch mit Bedarf in München.

Welche Förderung gibt es 2026 für KI-Projekte in Bayern?

Viele Unternehmen suchen aktuell gezielt nach "Digitalbonus Bayern" oder "KI Förderung Bayern", weil sich die Konditionen in den vergangenen Jahren mehrfach geändert haben und weil, wie unser Beitrag zum Digitalbonus Niedersachsen zeigt, ein Landesprogramm auch einfach auslaufen kann. Der Digitalbonus.Bayern ist genau das nicht: Er wurde 2024 neu aufgelegt und läuft nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministeriums bis zum 31. Dezember 2027 weiter, mit einem monatlich neu freigegebenen Antragskontingent.

ProgrammStatus September 2026Fördersatz und HöheWer kann beantragen
Digitalbonus.Bayern StandardOffen, Laufzeit bis 31.12.2027Bis 50 %, maximal 7.500 EuroKleine Unternehmen (unter 50 Mitarbeitende, höchstens 10 Mio. Euro Umsatz oder Bilanzsumme), Betriebsstätte in Bayern
Digitalbonus.Bayern PlusOffen, Laufzeit bis 31.12.2027Bis 50 %, maximal 30.000 Euro, bei besonderem Innovationsgehalt (u. a. KI, Robotik, digitale Zwillinge)Wie Standard, zusätzlich detaillierter Innovationsnachweis nötig
BAFA-Förderung unternehmerischen Know-howsOffen, Richtlinie bis 31.12.2026In Bayern 50 %, maximal 1.750 Euro (in einzelnen Regionen wie Lüneburg oder Trier 80 %)KMU und Freiberufler bundesweit, auch mittlere Unternehmen
Digitalbonus Niedersachsen (zum Vergleich)Ausgelaufen zum 31.12.2025Entfällt, keine neuen AnträgeNicht mehr relevant

Antragsberechtigt sind beim Digitalbonus ausschließlich kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte in Bayern, wie die Förderbedingungen präzisieren. Der Antrag läuft online über das ELSTER-Unternehmenskonto und geht an die zuständige Bezirksregierung: Für München und Oberbayern ist das die Regierung von Oberbayern, mit Sitz in der Maximilianstraße in München selbst. Wer als mittleres Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden diese Grenze überschreitet, bleibt beim Digitalbonus außen vor und sollte direkt bei der bundesweiten BAFA-Förderung unternehmerischen Know-hows ansetzen, die klassische KMU-Grenzen verwendet und damit auch mittlere Unternehmen einschließt. Für die reine Beratungsleistung zu einem KI-Projekt ist die BAFA-Förderung damit meist der realistischere erste Hebel, während der Digitalbonus vor allem die anschließende technische Umsetzung bezuschusst.

Wo bekommt der Mittelstand in München eine kostenlose Ersteinschätzung zu KI?

Bevor ein Förderantrag überhaupt sinnvoll ist, lohnt sich eine anbieterneutrale Einschätzung des eigenen Vorhabens, und dafür braucht es in Bayern keinen Termin bei einer Agentur.

  • Das Mittelstand-Digital Zentrum Augsburg bietet kostenfreie Qualifizierung, Praxisprojekte und Infoveranstaltungen zu KI für ganz Bayern an, mit eigenen Anlaufstellen in Augsburg, München (fortiss GmbH und TU München), Nürnberg und Regensburg.
  • Das Mittelstand-Digital Zentrum Franken deckt mit Sitz in Nordbayern ähnliche Themen ab, aktuell etwa mit einem KI-Barcamp für den Mittelstand, ebenfalls kostenfrei, weil das Bundeswirtschaftsministerium die Nutzung finanziert.
  • Die IHK für München und Oberbayern bündelt einen eigenen KI-Ratgeber, die Weiterbildung KI-Manager sowie die jährliche Konferenz "KI für den Mittelstand" gemeinsam mit appliedAI und fortiss.
  • Bayern Innovativ organisiert als vom Freistaat beauftragte Innovationsagentur eigene KI-Formate für kleine und mittlere Unternehmen, etwa den Online-Workshop "KI meets KMU" zu KI in der Produktion.
  • Das gemeinnützige appliedAI Institute for Europe, Teil von UnternehmerTUM an der TU München, stellt über seine Lernplattform kostenfreie Einstiegskurse wie "Grundlagen der KI für Unternehmen" bereit.

Laut der Förderbekanntmachung des Bundeswirtschaftsministeriums vom 15. Dezember 2025 endet die Förderung des bestehenden Mittelstand-Digital-Netzwerks schrittweise bis Ende Dezember 2026; ein neues Netzwerk soll ab 2027 auf den bisherigen KI-Ergebnissen aufbauen und zusätzlich IT- und Cybersicherheit stärker in den Fokus rücken, weshalb sich eine frühzeitige Terminvereinbarung bei den genannten Zentren lohnt, statt bis zum Jahreswechsel zu warten.

Wie groß ist der Münchner Mittelstand wirklich?

Die hohe Nachfrage nach KI-Beratung in München erklärt sich auch aus der schieren Dichte an Unternehmen in der Region, nicht nur aus dem Hype um das Thema.

  • Zum 31. Dezember 2023 zählte die IHK für München und Oberbayern allein in der Landeshauptstadt 136.667 eingetragene Unternehmen, davon 66.754 im Handelsregister; für ganz Oberbayern waren es 407.277.
  • Zum 30. Juni 2023 hatte München laut derselben IHK-Strukturdatenerhebung 960.354 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, davon 414.304 und damit rund 43 Prozent im Bereich Unternehmensdienstleistungen, also genau dem Segment, in dem KI-Anwendungsfälle am häufigsten diskutiert werden.
  • Bayernweit zählt der Mittelstand nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministeriums knapp über 600.000 Unternehmen und rund vier Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, was den Freistaat nach eigener Aussage zum größten Mittelstandsland Deutschlands macht.

Diese Konzentration erklärt, warum München bei Suchanfragen zu KI-Beratung und KI-Agenturen zu den aktivsten Märkten Deutschlands zählt, ohne dass daraus automatisch folgt, dass der nächstgelegene Anbieter auch der richtige ist.

Wer bietet KI-Beratung in München an, und worauf sollten Sie achten?

Die Anbieterlandschaft in München ist entsprechend breit und lässt sich grob in vier Typen einteilen, ohne dass einer davon automatisch der bessere ist.

  • Spezialisierte KI-Agenturen und Boutiquen, oft klein und schnell, meist stark auf einzelne Technologien wie Chatbots oder Computer Vision fokussiert.
  • Große Strategie- und Managementberatungen mit eigener KI-Praxis, die umfassende Transformationsprojekte stemmen können, aber selten selbst programmieren.
  • Freiberufliche KI-Berater und Einzelpersonen, die günstiger sind, aber bei größeren Projekten schnell an Kapazitätsgrenzen stoßen.
  • Umsetzungsorientierte Beratungen, die Strategie und technische Implementierung aus einer Hand anbieten, wie es auch unser eigenes Modell beschreibt.

Welcher Typ passt, hängt weniger vom Standort des Anbieters ab als von der Frage, ob am Ende jemand die Lösung tatsächlich baut und in Ihre Systeme integriert; unser Überblick zur besten KI-Beratung für den Mittelstand beschreibt die Auswahlkriterien im Detail.

Was kostet KI-Beratung in München, und lässt sie sich fördern?

Die Preise für KI-Beratung unterscheiden sich in München kaum von anderen deutschen Großstädten, denn der Markt für Beratungshonorare ist im Kern bundesweit.

  • Stundensätze liegen 2026 meist zwischen 120 und 350 Euro, Tagessätze zwischen 1.200 und 3.500 Euro, wie unser Beitrag Was kostet ein KI-Berater? im Detail zeigt.
  • Eine erste Standortbestimmung kostet in der Praxis meist 1.500 bis 3.500 Euro, eine vollständige Projektpauschale je nach Umfang 2.000 bis über 50.000 Euro.
  • Über die BAFA-Beratungsförderung lassen sich davon in Bayern 50 Prozent der Kosten bezuschussen, maximal 1.750 Euro pro Beratung, sofern der Antrag vor Beauftragung gestellt wird.

Wer die Förderung mit einem realistischen Einstiegspreis kombiniert, zahlt für die erste Standortbestimmung damit oft deutlich weniger, als die genannten Bruttospannen zunächst vermuten lassen.

Wo wir selbst stehen

Wir sind Die AI Berater mit Sitz in Hannover und arbeiten remote sowie vor Ort in München, nicht aus München. Das ist bewusst so: Bei einer KI-Potenzialanalyse zählt weniger, in welcher Stadt ein Berater sein Büro hat, als ob er die Lösung anschließend auch selbst bauen kann, und genau das lässt sich remote ebenso umsetzen wie vor Ort beim Kunden. Unsere KI-Potenzialanalyse kostet einmalig 999 Euro und wird bei einer anschließenden Umsetzung vollständig angerechnet, Details dazu finden Sie unter Leistungen und Preise. Ob ein konkretes Vorhaben förderfähig ist, entscheidet ausschließlich die jeweilige Förderstelle und nicht wir, das prüfen wir aber gerne gemeinsam mit Ihnen im Erstgespräch.

Häufige Fragen

Ja, der Digitalbonus Bayern läuft laut Freistaat bis zum 31. Dezember 2027 weiter. Antragsberechtigt sind aber ausschließlich kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden und höchstens 10 Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme. Der Zuschuss reicht von 7.500 Euro (Standard) bis 30.000 Euro (Plus), jeweils bis zu 50 Prozent der Kosten. Mittlere Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden fallen heraus und nutzen stattdessen meist die BAFA-Beratungsförderung.

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